Netzwerkanalyse für WordPress: Das Plugin Snitch

Eine Netzwerkanalyse für Deine Website zeigt Dir, ob von Deiner Website Daten woanders hin übertragen werden.
Klar: eine richtige Netzwerkanalyse kann noch viel mehr.
Aber mich hat nur interessiert, ob Daten von einer WordPress-Website irgendwohin geschickt werden.
Das brauchte ich für die DSGVO-konforme Datenschutzerklärung.

Ein praktisches kleines WordPress Plugin hat mir dabei geholfen, auch wenn es nur eine Mini-Netzwerkanalyse darstellt.

Lesezeit: 3 Minuten

 

Netzwerkanalyse-Tool Snitch

Für die DSGVO ist es immens wichtig (das ist meine Meinung), dass wenn Du schon den ganzen Aufwand betreibst, Du auch weißt, welche Daten von Deiner Website nach draußen getragen werden. Denn wenn es sich dabei um personenbezogene Daten handelt, dann musst Du das in die Datenschutzerklärung aufnehmen und noch besser, dafür sorgen, dass ein Besucher, bevor die Daten übertragen werden, dazu seine Einwilligung geben kann.

Für mich war es auch vor der DSGVO schon interessant, wohin von wem welche Daten übertragen werden, nämlich aus Sicherheitsgründen.

Vor vielen Jahren lernte ich das WordPress Plugin „Snitch“ kennen und es war genau das, was ich gesucht hatte. Keine wirkliche Netzwerkanalyse, sondern eher ein Netzwerkmonitor, aber in jedem Fall etwas, das mich sehr gut informiert, wer etwas wohin sendet.

Dieses Plugin wird heute von der Entwicklergemeinschaft „pluginkollektiv“ gepflegt und so bin ich froh, dass Snitch für die aktuelle WordPress-Version verfügbar ist.

 

Snitch in Aktion

Am besten zeige ich Dir Snitch live, am Beispiel dieser Website.

In der ersten Spalte findest Du die Zieladresse, also wohin Daten gesendet werden.
Das ist für mich das Interessanteste.

In der zweiten Spalte siehst Du, „wer“ dies veranlasst hat.
Das kann ein Plugin sein, WordPress selbst, ein Theme – aber eben auch Schadsoftware.

Im Screenshot (oberste Zeile) siehst Du beispielsweise ein Plugin, das auf seinem „Heimatserver“ die aktuelle Version mit der bei mir installierten Version vergleicht, um zu wissen, ob es eine „Aktualisieren-Meldung“ herausgeben soll.

Netzwerkanalyse für WordPress: Das Plugin Snitch

Ganz rechts findest Du eine Schaltfläche „Anzeigen“, die es mir erlaubt, Detailinformationen zu sehen.

Alles ganz einfach gehalten und sehr mächtig, denn, wie die in roter Schrift gefärbte Auswahlmöglichkeit angibt, kann ich einen beliebigen Datenverkehr sperren.

Voilà, das war es schon mit der kurzen Netzwerkanalyse.

 

Das „Problem“ mit Plugins und Themes

Wenn ich also sicherstellen möchte, dass keine IP-Adressen irgendwohin übertragen werden, dann machen mir Plugins und Themes die meisten „Sorgen“.

Das Schreckgespenst für den ehemaligen Programmierer in mir lautet:
„fremder Code“.
Denn in fremdem Code kann so manch unangenehme Überraschung stecken.

Ich weiss also nicht, ob ein WordPress-Theme oder auch ein WordPress-Plugin munter irgendwelche Intimitäten meines Blogs nach Aussen an irgendwelche „Verwerter“ ausplaudert. Das wäre unschön!

Snitch zeigt es mir und dafür liebe ich es.

 

Logbuchfunktion

Nach der Installation von WordPress und Drittanwendungen fehlt Blog-Administratoren die Möglichkeit einzusehen, ob und wohin Themes und Plugins im Hintergrund kommunizieren. Aus Datenschutz- (Stichwort Tracking) und Sicherheitsgründen (Stichwort Malware) würde ein Logbuch über ausgehende Blog-Verbindngen Sinn machen. Snitch als Datenwächter für WordPress eilt zu Hilfe.
Quelle: Playground

Die Logbuchfunktion ist sehr wertvoll, aber da ich täglich schaue, lösche ich auch täglich.
Im übrigen ist bei mir Snitch nicht ständig aktiv, sondern insbesondere bei Neu-Installationen, neuen Themes, neuen Plugins etc.
Und eben jetzt, während ich viele Kundensites und „fremde“ Webseiten in technischer Hinsicht auf DSGVO-Konformität überprüfe.

 

Auch für Technik-Muffel

Das WordPress-Plugin Snitch braucht keine tiefen Technik-Kenntnisse und deshalb ist es meine Empfehlung für alle Blogbesitzer. Es ist interessant zu sehen, wer alles so in einem System plaudert und vor allen Dingen wohin.

Es geht nichts einzustellen, einfach installieren, eine Weile täglich schauen und bei Lust und Laune auch wieder de-installieren.

 

So, dies war meine spontane WordPress-Plugin-Empfehlung.

Weitere wertvolle Plugins stelle ich auch in meinem Newsletter vor.

Dein

Frank Obels INCONET Media


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Kopfbild von John Carlisle auf Unsplash

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